Corona kennt keine Grenzen

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Corona kennt keine Grenzen

Corona kennt keine Grenzen

Nun sind wir schon eine ganze Weile in der Isolation. Und hier in Luxembourg weit aus extremer als in unseren Nachbarländern. Aber unsere Nachbarn haben mit Europa scheinbar wenig zu tun. Sie haben die Grenzen rund herum geschlossen. Wir sind also eingesperrt. Aber Corona kennt keine Grenzen

Das merkwürdige daran ist folgendes. Die Restriktionen sind hier weit aus strenger und werden enorm gut eingehalten. Fast alle Menschen denen wir hier beim täglichen Spaziergang begegnen tragen einen Mundschutz. Geöffnet haben nur noch Poststellen, Lebensmittelläden und Tankstellen. Alle sitzen hinter Glasscheiben und niemand fasst Geld mit bloßen Händen an. Unser Land scheint ganz gut mit den Einschränkungen zurecht zu kommen. Am Morgen schauen wir uns die Pressekonferenz der Regierung an und am Abend prüfen wir die Zahlen der Johns Hopkins Universität. Die Zahlen sind traurig, aber die Einschränkungen haben Wirkung gezeigt und die Zahl der Neuinfizierten geht fast jeden Tag ein wenig zurück.

Es geht uns also verhältnismäßig gut. Wären da nur nicht die geschlossenen Grenzen. Wenn also hier die Regeln strenger sind, die Restriktionen drastischer, warum hat man ausgerechnet uns ausgesperrt? Denken unsere Nachbarn, dass Viren an der Landesgrenze gefährlicher sind als im Inland. Wäre es dann nicht genau so sinnvoll zwei Nachbarorte voneinander zu isolieren? Was macht den Unterschied?

Übrigens in unsere Richtung darf selbstverständlich jeder fahren, wir betrachten uns als Europäer. Hier sind Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit nicht sehr ausgeprägt. Wozu eine Grenze schließen?

Nun zu unseren Nachbarländern.

Belgien hat genau wie die Niederlande recht zögerlich und spät begonnen, dem Virus die Kontaktsperre entgegen zu setzen. Von Frankreich will ich gar nicht erst reden. Die Franzosen misstrauen ihren Regierungen von jeher und haben sich erst mal wenig um die Corona-Regeln geschert. In Deutschland sind Baumärkte, Gartenmärkte und Drogerien geöffnet und an der Fleischtheke im Supermarkt steht man eng nebeneinander. Aber all das macht eben auch die Identität einer Nation aus. Geben wir uns die Hand oder umarmen wir uns zur Begrüßung? Laden wir am Wochenende Freunden nach Hause ein oder grillen wir im Park? Ja es gibt diese Nationale Identität. Aber für das Corona gibt es nur eine Grenze. 1,5 Meter Abstand. Ganz egal ob am Grenzzaun oder im Park. Corona kennt keine Grenzen

Unsere Kunden sind Reisende, Expats und Menschen, die meist oder oft nicht in ihren Heimatländern sind. Wir haben Mitgefühl mit jedem, der jetzt nicht da ist, wo er sich zu Hause fühlt und Mitgefühl für alle, die sich isoliert fühlen. Und seit Corona wissen wir sehr genau, wie es sich anfühlt aus- oder in unserem Falle eher eingesperrt zu sein.

Einen herzlichen Gruß, bleibt gesund und wenn möglich zu Hause, wo immer ihr aus seid.

 

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