11 Tipps damit die lange Reise besser klappt

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Tipps für die Reise

11 Tipps damit die lange Reise besser klappt

So wird die Reise entspannter.

Je besser ich meine Reisen vorbereitet habe, um so stressfreier war die Zeit. Es lohnt sich etwas Zeit zu nehmen, vorauszuschauen und zu bedenken welche Hürden einem begegnen werden. Vor zuhause aus lassen sich die meisten Dinge einfacher erledigen. Vor allem administratives dauert unterwegs ein Vielfaches an Zeit. Bekannte vor mir wollten in die USA segeln und hatten vergessen ein Visum zu beantragen. (Braucht man auch als EU Bürger, wenn man per Segelschiff in die USA einreist). Sie mussten extra von den Virgin Islands zur US Embassy nach Barbados fliegen um das Visum zu beantragen. Das wäre vor der Reise viel weniger aufwändig und teuer geworden.

Nach meinen Erfahrungen sind das hier die wichtigsten Punkte, die man vor der Reise erledigen kann.

Reisepass. Die meisten EU Pässe sind bis zu 10 Jahren gültig. Faktisch sind das aber nur 9.5 Jahre, denn die meisten Länder fordern einen Pass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Die Beantragung eines Reisepasses in einer Botschaft im Ausland dauert immer viel länger und ist auch teurer. Dazu braucht man auch noch biometrische Fotos, die in manchen Ländern nicht so leicht zu bekommen sind, wie zuhause. Also bei einer langen Reise immer mit einem frischen Reisepass losfahren.

Impfungen. Auch wenn man kein Fan von Impfungen ist, sollte ein Basisbestand aufgefrischt sein. Das natürlich zum eigenen Schutz, aber es gibt auch Länder, die bei der Einreise spezielle Impfungen erfordern. Tetanus und Hepatitis sollten in jedem Fall geimpft sein. Ohne Tetanus würde ich heute längst nicht mehr reisen. Für Malaria gibt’s Prophylaxe aber auch Präparate, die im Falle einer Erkrankung eingenommen werden sollten. In manchen Regionen muss Gelbfieber geimpft sein und die Impfung vor der Einreise nachgewiesen werden, z. B. in Fidji. Impfungen können in Europa schneller erledigt werden. Im Ausland ist es zwar oft billiger, aber zeitaufwändiger. Im in Kolumbien beispielsweise die Geldfieberimpfung für die Südsee zu bekommen braucht es teilweise Tage, dafür sind die Kosten deutliche billiger als in Europa. Haltet in jedem Fall einen Blick auf empfohlene Impfungen für das Zielland. Das deutsche Tropeninstitut gibt kompetente Auskunft. Tropeninstitut.de

Bankverbindung. Ein ganz heikles Thema, die Probleme zeigen sich erst wenn sie auftauchen. Man braucht definitiv eine Bank, die auch bei schwierigeren Fällen funktioniert. Online Banking ist die einzige Option, daher müsst ihr sicherstellen, dass die Bank ein sicheres System zur Verfügung stellt. TAN Listen sind sowieso 2019 Geschichte, ich braucht aber ein zuverlässiges System zur Legitimierung und da gibt es verschiedene. Fragt in jedem Fall Eure Bank, ob sie das Legitimierungssystem während der Dauer der Reise nicht ändert. Wer z. B. TAN Listen mitführt wird ab einem Stichtag keinen Zugang mehr aus dem Ausland haben. Eine andere wichtige Frage ist das Handling bei dem Verlust einer Kreditkarte. Stellt die Bank eine Ersatzkarte in das Land zu, in das ihr reisen wollt? Wie läuft das Handling? Mir ist mal eine Kreditkarte ins Wasser gefallen. Ich habe eine Ersatzkarte bestellt und die Bank hat die Karte sofort gesperrt. Das war nicht witzig, denn die hatte ich für die Zahlung des Hafens hinterlegt. Nicht witzig war auch, dass die Bank keine Ersatzkarte auf die Karibischen Antillen schicken wollte. Fragt vorher ab, wie ein Ersatzhandling läuft. Wenn Eure Bank beide Themen nicht perfekt sicher stellen, braucht ihr eine neue Bank. Das Weltkonto ist übrigens eine optimale Lösung, auch das Notfallpaket ist perfekt.

Bargeldversorgung. Die Tage der Travellerschecks sind vorbei, Kredit- oder Debitkarten funktionieren besser. Zu viel Bargeld sollte man aus Sicherheitsgründen nicht mit sich tragen, das kann die Reise schnell frühzeitig beenden. Zudem ist das Wechseln in andere Währungen häufig teuer. Ich reise nur mit Kreditkarten und ein paar US Dollar, die wechselt jeder. Mit der VISA Card des Weltkontos bekomme ich an allen Geldautomaten (ATM) Bargeld zum guten Wechselkurs und ohne Gebühren. Ich kenne keine bessere Karte.

Versicherungen. Prüft alle Versicherungen darauf hin, ob ihr sie während der Reise braucht. Falls nicht, wie z. B. eine KFZ Versicherung – einfach stilllegen oder kündigen. Checkt nach, ob ihr auch im Ausland abgedeckt sein, z. B. mit einer Unfallversicherung. Falls nicht – stilllegen oder kündigen. Alles was keine Leistung erbringt, oder nur reduziert, sollte weg. Anders ist der Fall bei Krankenversicherungen. Sprecht mit Eurer Versicherung über eure Reisepläne und fragt, was abgedeckt ist. Ich habe mir mal ein paar Knochen auf den französischen Antillen gebrochen. Alles wird bar bezahlt, aber meine Krankenversicherung hat die Belege nicht akzeptiert und ich habe letztlich alles selbst bezahlt. Daher sollte man auch mal eine Zusatzversicherung anschauen. Der Rücktransport nach einem Unfall kann sehr teuer werden, eine Versicherung kann das abdecken, aber die kostet natürlich auch etwas. Also ein Fall zum Abwägen. Wer nach Hawaii zum surfen fährt ist sicher gefährdetet, als ein Galeriebesucher in New York. Wichtig ist, dass mal voll Transparenz über die laufenden Verträge hat und sie mit dem Bedarf vergleicht.

VISA. Das kann Zeit und viel Geld kosten. Prüft vor der Abreise, in welchen Ländern ihr ein Visum braucht. Das ist auch von der Dauer des Aufenthalts und von der Art der Einreise abhängig. Per Flugzeug anzukommen ist einfacher als mit einem Segelschiff, das gelten teilweise andere Bestimmungen. In manchen Ländern muss auch ein Ausreiseticket vorgelegt werden, z. B. auf den Malediven oder in Franz. Polynesien. Um mein Visum für Indien zu bekommen musste ich meinen Reisepass an das Konsulat übergeben und bekam ihn drei Wochen später zurück. In der Zwischenzeit: kein Reisepass. Das nachträgliche organisieren auf der Reise kann sehr aufwändig werden. Bekannte von mir mussten von den British Virgin Islands nach Barbados fliegen um dort in der US Botschaft ein Visum zu beantragen. Hatten sie vergessen vor der Abreise zu erledigen. Das kostete viel Zeit und Geld. Ich mache mir vor jeder Reise eine Liste der Länder die ich besuchen will. Dann checke ich die VISA Lage und beantrage vorher das Visum. Manche sind auch lange gültig, z. B. das B1/B2 Visum für die USA 10 Jahre.

Postlagerung. Überlegt Euch, wie ihr die Post organisiert. Wenn ihr sicher seid dass nicht eiliges oder wichtiges ankommt, kann man Postlagerung beantragen. Oder die temporäre Zustellung an eine andere Adresse, z. B. Eltern oder Freunde. Ich kenne Leute, die haben ihre Tür bei der Rückkehr nicht mehr aufbekommen, weil so  viel Post durchgesteckt wurde. Banales Thema, aber simple zu lösen.

Kosten zu Hause reduzieren. Wer auf Reisen ist, nimmt die Leistungen zuhause nicht in Anspruch. Schaut mal über eure laufenden Kosten. Braucht ihr ein Festnetztelefon, ein Abo oder Netflix wenn ihr unterwegs seid? Muss das Auto angemeldet sein mit Versicherung und Steuer? Brauche ich den Stellplatz oder die U-Bahn Jahreskarte? Oder die Jahreskarte fürs Station? Kündigt was zu kündigen ist, das entspannt die Reisekasse.

Zahnarzt. Wenn ich über mehrere Monate aufbreche, lasse ich mir vorher die Zähne checken. Ich fange normalerweise 4 Monate vor der Abreise an, falls mal etwas Umfangreicheres anfällt. Zum einen kenne ich meinen Zahnarzt, zum anderen ist die Abrechnung einfacher. Unterwegs zahlt man Ärzte in bar und streitet dann mit der Krankenversicherung zuhause. Dazu ist es reine Glückssache, ob man unterwegs einen guten Zahnarzt findet.

Erreichbarkeit. Je nachdem wohin man außerhalb der EU reist, kann das Telefon Roaming extrem teuer sein. Auch die eingehenden Anrufe verursachen mancherorts Kosten. Wenn ich unterwegs bin, kaufe ich mir eine Prepaid Card und gebe die Nummer den wichtigsten Menschen. Häufig bekommt man noch ein Handy kostenlos dazu, das ist aber länderabhängig. Noch hilfreicher ist es, wenn man ein Handy mit jailbreak hat, d. h. es wird mit allen Karten funktionieren und ist nicht mehr an den Vertrag gebunden. In manchen Ländern ist das nicht legal. Man spart sich und der Welt viel unnützes Material, wenn man die Prepaid SIM Karte in sein eigenes Handy einlegt. Die Hauptkarte nutzt man sowieso nicht.

Sitten und Gebräuche kennen. Ich kann jedem Reisenden sehr ans Herz legen, sich vorher über die wichtigsten Sitten und Gebräuche im Reiseland zu erkundigen. Das erhört nicht nur den Reisespaß, er schützt auch vor falschen Erwartungen und echten Problemen. Natürlich sollte man wissen, ich welchen Ländern man Menschen berühren darf und ich welchen nicht, wie ist die Kleiderordnung, was sollte ich vermeiden? Es sind banale Dinge wie das richtige Trinkgeld (oder keines?) bis zur Erlaubnis, ob man einen Ort überhaupt betreten darf, wie auf den St. Blas Inseln. Wer den Menschen mit Respekt begegnet, dem werden auch Fehler leichter verziehen. Aber überall auf der Welt gilt: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Es macht aber auch Spaß sich mit dem Land seiner Wahl zu beschäftigen und Online findet man alles, was es zu einer erfreulichen Reise braucht.

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